Meet me in fictional Characters
Serien und Filme waren für mich noch nie einfach nur Zeitvertreib. Für manche sind sie Hintergrundrauschen, für mich sind sie fast schon wie Wegbegleiter. Sie waren immer mehr: kleine Fluchten aus der Realität, Spiegel, Lehrer – manchmal sogar ein Stück Therapie. Sie haben mich durch Phasen getragen, in denen ich mich verloren fühlte, sie haben mir Denkanstöße gegeben, wenn ich feststeckte, und sie haben mir Seiten gezeigt, die vielleicht schon immer in mir waren – ich sie aber erst durch diese Charaktere verstanden habe.
Bestimmte Charaktere haben nicht nur meinen Alltag begleitet, sondern mein Denken verändert, mein Selbstwertgefühl geformt und mir gezeigt, dass man auch aus fiktiven Welten etwas Echtes mitnehmen kann.
Manche Figuren haben mir Mut gemacht, auch wenn sie gar nicht real sind. Andere haben mir vor Augen geführt, wie wichtig es ist, Grenzen zu ziehen, und dass Selbstbewusstsein nicht bedeutet, keine Angst zu haben – sondern trotzdem aufzustehen. Wieder andere haben mich zum Lachen gebracht, aber gleichzeitig so tief zum Nachdenken, dass ich in ihrem Chaos auch mein eigenes gespiegelt sah.
Das Spannende daran ist: sie alle haben etwas in mir hinterlassen. Ein Funken, eine Haltung, manchmal sogar einen Satz, der sich eingebrannt hat. Und genau aus diesen Funken habe ich nach und nach so etwas wie ein eigenes Alter Ego erschaffen – eine Version von mir, die stärker, klarer und kompromissloser ist, als ich es früher je war (dazu gibt es ebenfalls einen Blogbeitrag 🖋️🌩️🩶).
Diese Charaktere haben nicht nur meinen Geschmack oder meine Serienliste geprägt, sondern auch mein Mindset. Sie haben mich geformt, verändert, mir gezeigt, wie viele Facetten man tragen darf – und dass man genau diese Vielfalt zu seiner Stärke machen kann.
Und genau diese Mischung möchte ich mit euch teilen. Keine klassische Vorstellung, kein „Hallo, das bin ich“. Sondern: das sind die Charaktere, die mich beeinflusst haben, die mich noch immer begleiten, und die dazu beigetragen haben, dass ich heute hier sitze und schreibe.
Diese Charaktere sind für mich wie Puzzleteile, die sich im Laufe der Zeit zusammengesetzt haben. Sie haben Spuren hinterlassen, mich geprägt, mir neue Perspektiven gezeigt und manchmal ein Stück von mir selbst zum Vorschein gebracht, das vorher im Verborgenen lag. Ohne sie wäre ich heute nicht die Person, die hier sitzt und schreibt – vielleicht etwas leiser, unsicherer, angepasster. Mit ihnen habe ich gelernt, dass man viele Facetten tragen darf und dass genau diese Vielfalt die eigene Stärke ist.
& genau das hab ich mal zusammen getragen:
No. 1 Maddy Perez (Euphoria)
Bei Maddy musste ich nie lange überlegen – sie war von Anfang an einer der Charaktere, die mir wirklich etwas beigebracht haben. Sie trägt ihre Stärke so selbstverständlich, dass man sie manchmal für unantastbar hält. Dieses „Ich lass mir nichts gefallen“-Gefühl, dieses klare Grenzenziehen, selbst wenn es unbequem ist, habe ich mir an ihr abgeschaut – und es hat mich schon durch viele Situationen getragen.

Von ihr habe ich auch gelernt, Raum einzunehmen. Maddy sagt nicht leise, sondern laut, was sie denkt. Sie zeigt, dass ihre Stimme Gewicht hat. Genau das habe ich mir mitgenommen: Ich habe aufgehört, klein zu wirken, nur damit es anderen leichter fällt. Wie sie habe ich verstanden, dass es besser ist, unbequem ehrlich zu sein als still und übergangen zu werden.
Und dann gibt es diesen Moment, in dem Maddy sagt: „90% of life is confidence, and the thing about confidence is that no one knows if it’s real or not“. Eine Szene, in der sie jemand anderem Mut zuspricht – und damit genau das ausdrückt, was ich auch fühle. Dieses Selbstbewusstsein, das sie anspricht, ist nicht immer etwas, das man automatisch hat. Manchmal ist es etwas, das man sich selbst antrainieren muss, bis es so echt wirkt, dass man selbst daran glaubt. Und genau das möchte ich auch weitergeben: anderen Menschen Mut machen, sie daran erinnern, dass Stärke und Selbstsicherheit oft nur eine Entscheidung entfernt sind.
Maddy ist für mich deshalb weniger eine fiktive Figur als vielmehr eine Art Inspiration, die mir gezeigt hat, dass es okay ist, Grenzen zu ziehen und dabei trotzdem weich zu bleiben. Dass man anderen Mut machen kann, auch wenn man selbst manchmal zweifelt. Und dass Selbstbewusstsein kein Endzustand ist, sondern ein Weg – einer, den ich wie sie mit jeder neuen Situation gehe.
Don’t even let me start – Maddy’s makeup game. Ich liebe es, wie „in your face“ ihre Looks sind, ohne sich zu verstecken oder klein zu machen. Durch die Serie habe ich selbst viel mehr im Bereich Makeup ausprobiert und gemerkt, wie sehr ich mich in Maddys Style wiederfinde.
No. 2 Sabrina Spellman
(Chilling Adventures of Sabrina)
Sabrina ist für mich mehr als nur die „Hexe aus einer Serie“. In ihr erkenne ich diese Seite von mir wieder, die rebellisch, unabhängig und gleichzeitig stark mit dem Spirituellen verbunden ist. Sie lebt ständig zwischen zwei Welten – halb Mensch, halb Hexe – und genau dieses „Dazwischen“ kenne ich. Ich trage auch zwei Seiten in mir: die rationale, die Dinge nüchtern betrachtet, und die spirituelle, die auf Zeichen, Energien und Manifestationen vertraut.

Was ich an Sabrina sehe und in mir wiederfinde, ist ihre Sturheit, wenn es darum geht, für das einzustehen, was sie für richtig hält. Sie lässt sich nicht einfach in ein System pressen, sondern hinterfragt Regeln, auch wenn das bedeutet, dass sie aneckt. Genau das ist etwas, das mich schon immer begleitet: Ich mache Dinge nicht, weil man sie „so macht“, sondern weil ich sie fühle. Traditionen, Erwartungen, starre Normen – ich prüfe sie erst, bevor ich sie übernehme.
Gleichzeitig verkörpert sie für mich auch das Witchy-Sein im Alltag. Sie vertraut auf ihre Kraft, auf ihre Rituale, auf die Verbindung zu etwas Größerem. Das ist etwas, das auch in meinem Leben eine riesige Rolle spielt: Vollmond-Rituale, Kartenlegen, Manifestieren. All das gibt mir nicht nur Kraft, sondern ist Teil meiner Identität geworden – so wie für Sabrina ihre Magie.
Was sie für mich so besonders macht, ist die Mischung aus Stärke und Unsicherheit. Sie kämpft für das, woran sie glaubt, und zweifelt trotzdem zwischendurch an sich selbst. Ich finde mich genau in diesem Spannungsfeld wieder. Es gibt Tage, an denen ich mutig und klar meinen Weg gehe, und andere, an denen ich mich frage, ob ich überhaupt auf dem richtigen Pfad bin.
Sabrina zeigt mir, dass diese Zweifel dazugehören. Dass man stark sein kann und gleichzeitig nach Antworten sucht. Dass man spirituell sein darf, ohne dabei weltfremd zu wirken. Und dass man manchmal seine eigene „Magie“ erst entdecken muss, bevor man sie wirklich leben kann.
No. 3 Hannah Horvath (Girls)
(Die meisten werden Hannah wahrscheinlich gar nicht kennen, weil die Serie Girls so underrated ist! Falls ihr sie noch nie gesehen habt – gebt ihr unbedingt einen Try, es lohnt sich.)
Hannah ist das totale Gegenteil von perfekt – und genau darin finde ich mich wieder. Sie ist chaotisch, manchmal unangenehm ehrlich, oft unsicher, und trotzdem kann man nicht weggucken, weil sie so authentisch ist. Sie stolpert durchs Leben, macht Fehler, steht wieder auf, und versucht sich irgendwie selbst zu verstehen. Das klingt vielleicht messy, aber genau dieses Chaos ist für mich so real.

In ihr sehe ich meine verletzliche Seite. Die Seite, die nicht alles unter Kontrolle hat, die manchmal laut denkt, bevor sie es gefiltert hat, und die trotzdem immer wieder die Kraft findet, ihre Geschichte zu erzählen. Hannah zeigt, dass man nicht erst „fertig“ oder „perfekt“ sein muss, um eine Stimme zu haben. Genau das fühle ich auch: ich will nicht eine makellose Fassade präsentieren, sondern die echten Gedanken, die echten Struggles, die echten Gefühle.
Was ich besonders an ihr erkenne, ist dieser Drang, etwas zu erschaffen. Schreiben, kreativ sein, Gedanken in Worte verwandeln – selbst wenn sie dafür belächelt oder kritisiert wird. Das kenne ich nur zu gut. Es gibt diesen inneren Drive, der dich weitermachen lässt, auch wenn du manchmal zweifelst, ob das, was du machst, überhaupt „gut genug“ ist.
Und dann ist da die Sache mit der Liebe. Hannah zeigt so ehrlich, dass Liebe nicht immer so läuft, wie man sie sich vorstellt. Dass man manchmal an den Falschen gerät, dass man zu viel gibt oder zu wenig bekommt, dass man sich verliert, obwohl man eigentlich gesehen werden will. Genau da finde ich mich wieder: in diesem ständigen Ringen zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Drang nach Freiheit, in diesem Gefühl, gleichzeitig stark unabhängig zu sein und trotzdem jemanden an seiner Seite zu wollen, der wirklich versteht.
Hannah erinnert mich daran, dass Verletzlichkeit eine Stärke sein kann. Dass es okay ist, nicht immer alles im Griff zu haben. Und dass Echtheit oft mehr verbindet als eine perfekte Inszenierung. In ihr sehe ich diesen Mut, sich trotzdem zu zeigen – und genau diesen Mut nehme ich auch für mich selbst mit.
No. 4 Margaery Tyrell (Game of Thrones)
Margaery ist für mich einer dieser Charaktere, die sofort eine besondere Wirkung haben – nicht nur, weil sie schön und charmant ist, sondern weil sie Menschen wirklich lesen kann. Genau das erkenne ich in mir. Ich brauche oft nicht lange, um zu spüren, wie jemand ist. Ob jemand ehrlich ist, welche Energie er mitbringt, wie er tickt – das nehme ich ziemlich schnell wahr.

Was ich bei Margaery so interessant finde, ist ihre Art, sich anzupassen, ohne sich selbst zu verlieren. Viele würden es vielleicht als Strategie oder „Game“ sehen, aber für mich wirkt es eher wie eine Form von Intuition. Sie weiß genau, welche Facetten von sich sie zeigt, um beim Gegenüber eine Verbindung aufzubauen. Und genauso fühle ich mich selbst oft. Nicht, dass ich etwas spiele – sondern ich entscheide unbewusst, welche Seite von mir gerade passt. Ich bin nicht bei jedem Menschen gleich, und trotzdem ist jede Version echt.
Margaery ist auch großherzig. Hinter all ihrer Eleganz und Berechnung steckt eine Wärme, die man sofort spürt, wenn sie jemanden mag oder für etwas einsteht. Diese Mischung – empathisch und gleichzeitig klug, liebevoll und strategisch – ist etwas, das ich ebenfalls in mir sehe. Ich habe auch meine „Chamäleon-Momente“: Ich kann switchen, ich kann mich auf Menschen einstellen, ich kann zuhören und fühlen, was sie brauchen. Aber das bedeutet nicht, dass ich mich verstelle. Es heißt nur, dass ich viele Seiten habe – und dass jede von ihnen authentisch ist.
In Margaery sehe ich genau das: die Fähigkeit, Menschen zu verstehen, ohne lange Worte, und die Kraft, mit dieser Intuition zu navigieren. Für mich ist das keine Maske, sondern eine Stärke.
No. 5 Veronica Lodge (Riverdale)
Veronica ist für mich die Definition von Eleganz mit Kante. Sie betritt eine Szene – und du weißt sofort, dass sie da ist um Eindruck zu hinterlassen. Und das macht sie nicht, indem sie laut ist, sondern durch Präsenz, Stil und diese eisklare Ausstrahlung.
Von Anfang an war sie für mich nicht nur eine Serienfigur, sondern fast wie ein Moodboard, das plötzlich lebendig geworden ist. Die dunklen, glänzenden Haare. Die geformten Lippen in der perfekten Shade of red. Sie trägt ihre Farben wie eine Sprache: tiefes Schwarz, dunkles Rot, glänzendes Silber. – das ist pure Symbolik. Ihre Looks fühlen sich an wie eine Hommage an Dark Feminine Energy, ohne dabei jemals verkleidet zu wirken. Ich seh sie, und ich denke: Genau das ist mein Mood. Ihre Art, sich zu kleiden, hat mir gezeigt, dass Stil nicht laut sein muss, um zu wirken – er muss nur konsequent und bewusst sein.

Das ist mein Vibe von Schneewittchen – aber eben nicht die unschuldige Märchenversion. Sondern die gefährlich schöne, moderne Version mit roten Lippen, scharfer Zunge und kaltem Blick. Eine, die du unterschätzt – bis sie dir zeigt, dass sie längst den Raum kontrolliert.
Sie hat eine Liebe zu schönen Dingen, die ich sehr gut nachvollziehen kann. Hochwertige Handtaschen, klassische Schnitte, ein Auge für Details. Aber sie zeigt auch, dass das nichts mit Oberflächlichkeit zu tun hat. Es ist Haltung. Ästhetik als Spiegelbild von Anspruch. Und diesen Anspruch spürt man auch in allem anderen, was sie tut.
Was ich an ihr besonders mag, ist diese stille Loyalität. Sie ist nicht der Typ, der laut rumschreit, wen sie liebt – aber wenn du einmal zu ihrem Kreis gehörst, beschützt sie dich wie eine Löwin. Sie ist emotional intelligent, durchschaut Menschen schnell, aber bleibt trotzdem bei denen, die ihr wichtig sind. Das ist eine Art von Bindung, die ich absolut nachvollziehen kann.
Manchmal habe ich das Gefühl, sie steht auf einer Linie mit Blair Waldorf, das beide den selben Vibe haben. Beide stilvoll, scharfzüngig, aus wohlhabenden Verhältnissen, beide mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Es sind diese starken Frauenfiguren, bei denen man sofort spürt: sie kennen ihren Wert – und sie setzen ihn ein.
& trotzdem, je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir: Veronica ist gar nicht wie Blair. Sie ist ihr Gegenstück. Ihr absolutes Gegenteil.
Ich hab wirklich überlegt, ob Blair auf meiner Liste bleiben soll. Lange stand sie da. Weil ich einige Seiten in ihr sehe – die Zielstrebigkeit, den Style, die Schlagfertigkeit, die Mimik die sie nicht verstecken kann. Aber wenn ich ehrlich zu mir bin… I’m not a Blair. Ich bin kein „Vanilla Girl“. Ich bin nicht die, die süß aussieht und dann manipuliert. Ich bin nicht das polierte Society-Girl mit Plan A bis Z.
Veronica dagegen ist das pure Äquivalent – aber auf eine Art, die genau meinem Vibe entspricht. Sie ist mystisch, kontrolliert, hat eine verführerische Aura, die nicht laut schreit, sondern leise fesselt. Sie wirkt nie bemüht, sondern bewusst. Da ist nichts Überzogenes, nichts Aufgesetztes.
Nur Präsenz. Sie ist nicht das goldene, süße Image. Sie ist dark red lipstick. Sie ist schwarzes Haar, das glänzt wie Lack. Sie ist Samt statt Seide. Whiskey statt Champagner. Und sie ist ehrlich. In dem, was sie will – und in dem, was sie nicht mehr mitmacht.
Veronica ist für mich die Version von Blair, die ich bin.
Und ja, lassen wir uns nichts vormachen: Die einzige Sache, bei der ich sie niemals verstehen werde, ist die Partnerwahl. Archie? I mean… come on. Zu soft, zu durchschnittlich. Ich hätte ganz klar Jughead genommen. Die dunkle, gefährliche, komplizierte Version. Aber gut, nobody’s perfect.
No. 6 Carrie Bradshaw (Sex and the City)
Carrie ist für mich mehr als nur eine Kolumnistin in stunning Outfits – sie hat mir beigebracht, dass Worte ein Zuhause sein können. Durch sie habe ich gelernt, dass man seine Gedanken nicht kleinreden muss, sondern dass Schreiben ein Weg ist, Gefühle zu ordnen, Geschichten zu erzählen und sogar Antworten auf eigene Fragen zu finden.Genau wie Carrie nutze ich das Schreiben, um die Welt und mich selbst besser zu verstehen. Und genau das habe ich auch auf Social Media übertragen – ob auf YouTube, in Blogposts oder auf Twitch: meine Gedanken in Worte zu fassen, sie mit anderen zu teilen und damit etwas Echtes zu schaffen.

Von ihr habe ich auch gelernt, dass Mode ein Ausdruck von Persönlichkeit ist. Bei Carrie ist ein Outfit nie nur ein Outfit – es ist ein Statement, eine Emotion, eine Stimmung. Das hat mir gezeigt, dass ich meinen eigenen Stil nicht rechtfertigen muss. Dass ich Mode so nutzen darf, wie ich will: mal glamourös, mal cozy, mal dark. Kleidung ist kein Kostüm, sondern ein Teil davon, wie ich meine Persönlichkeit nach außen trage.
Natürlich gibt es auch Carries Seite der Liebe – und auch da erkenne ich einiges, was ich mir von ihr mitgenommen habe. Sie liebt leidenschaftlich, manchmal chaotisch, manchmal zu viel, aber immer ehrlich. Von ihr habe ich gelernt, dass es okay ist, verwirrt zu sein, dass man in Beziehungen stolpert, Fehler macht, aber trotzdem immer wieder an die große Liebe glaubt.
Und was ich ebenfalls total in mir sehe: Carrie beobachtet Menschen, Situationen, Momente und macht daraus Geschichten. Sie sieht Muster, wo andere nur Alltag sehen. Genau das tue ich auch – dieses ständige Analysieren, dieses Aufsaugen, dieses Bedürfnis, Dinge aufzuschreiben, weil sie sonst verloren gehen würden.
Carrie ist für mich deshalb weniger eine Serienfigur als vielmehr eine Erinnerung daran, dass Kreativität, Mode und das Schreiben nicht nur Ausdrucksmittel sind – sondern Wege, sich selbst immer wieder neu zu erschaffen.
No. 7 Katherine Pierce (The Vampire Diaries)
Guuys, das beste kommt zum Schluss.
Von Katherine habe ich SO viel für meine eigene Entwicklung gelernt. Sie ist für mich einer dieser Charaktere, die mir immer wieder gezeigt haben, dass Stärke nichts damit zu tun hat, perfekt zu sein oder es jedem recht zu machen. Sondern damit, wie man sich selbst trägt.
Ihr denkt jetzt, ich nehme mir ein Beispiel an ihrer manipulativen Art – nein. Davon rede ich nicht. Es geht mir nicht um ihre Spiele oder darum, andere bewusst zu täuschen. Was ich in ihr sehe, ist die Ausstrahlung, die Haltung, die Präsenz. Dieses Selbstverständnis, mit dem sie ihren Raum einnimmt, ohne sich zu entschuldigen. Genau das ist der Teil, den ich mir mitgenommen habe
Besonders prägend war für mich der Vergleich zwischen Katherine und Elena. Beide werden von derselben Schauspielerin gespielt – und trotzdem wirken sie wie zwei komplett verschiedene Menschen. Das allein zeigt schon, wie wenig Aussehen über Stärke oder Präsenz aussagt. Der Unterschied liegt nicht im Make-up oder in den Kleidern, sondern in der Art, wie sie sich geben.

Und das ist genau das, was mich an Katherine so nachhaltig geprägt hat: wahre Stärke hängt nicht davon ab, wie du aussiehst, sondern von deiner Ausstrahlung. Ihre Aura entsteht nicht aus Oberflächlichkeiten, sondern aus Confidence. Sie betritt den Raum, als würde er ihr gehören – und alle merken es. Es ist ihre Haltung, der gerade Rücken, die Sicherheit in ihren Bewegungen. Es ist ihr Blick, der dich trifft, ohne dass sie ein Wort sagen muss. Es ist die Art, wie sie spricht – klar, bestimmt, manchmal spielerisch, aber immer so, dass man zuhört.
Katherine zeigt, dass Präsenz kein Zufall ist. Es ist eine Entscheidung, wie man sich selbst trägt. Manchmal reicht schon ein aufrechter Gang, ein selbstsicherer Blick, ein bewusstes Auftreten – und plötzlich verändert sich alles. Für mich war das ein Schlüsselmoment: zu verstehen, dass es nicht darum geht, perfekt auszusehen, sondern darum, die eigene Energie in den Raum zu bringen.
Was bei Katherine so stark ist: Sie entschuldigt sich nicht dafür, wer sie ist oder was sie tut. Sie macht sich nicht kleiner, nur damit andere sich wohler fühlen. Genau diesen Teil finde ich auch in mir wieder. Ich habe aufgehört, mich zu verbiegen, um Erwartungen zu erfüllen. Stattdessen nehme ich meinen Raum ein – auch wenn das bedeutet, dass es nicht jedem gefällt.




