the summer i choosed Conrad Fisher

Als ich The Summer I Turned Pretty angefangen habe, dachte ich ehrlich gesagt erst, ich bekomme genau das, was man sich im Sommer so wünscht: eine leichte Serie mit dem perfekten Setting – ein Haus in den Hamptons, zwei Brüder, ein bisschen Teenie-Drama, Summer Feelings und ein Soundtrack irgendwo zwischen Lana del Rey und Taylor Swift. Die Farben, der Vibe, der ganze Flair – alles sah aus wie ein Pinterest-Board für ein Leben, das man selbst nie hatte, aber für 8 Folgen lang fühlen will.

Was ich aber wirklich nicht kommen sah, war, wie sehr mich die Story emotional gecatcht hat, dass ich mich emotional so sehr mit einem der Hauptcharaktere verbinden würde. Ich hab mitgefühlt, mitgelitten, mitgeliebt – und mich irgendwann dabei erwischt, wie sich ganz leise, aber dafür umso klarer ein Gedanke in mir festgesetzt hat:

Ich würde Conrad wählen. Immer wieder.

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Zwei Brüder, zwei Versionen von Liebe – und die Entscheidung, die sich nicht logisch anfühlt

Die Dynamik zwischen Belly, Jeremiah und Conrad ist von Anfang an spannend, genau weil sie so unterschiedlich sind. Jeremiah ist offen, charmant, liebevoll & ein absoluter sunny boy – der Typ, bei dem man sich lebendig fühlt, weil er genau weiß, wie man jemandem das Gefühl gibt, wichtig zu sein. Zumindest vorerst. Er ist direkt, zugänglich, emotional präsent. Und ja, ich verstehe total, warum viele sich für ihn entscheiden würden. Er ist leicht zu mögen – und seine Liebe fühlt sich wie eine warme Decke an.

Conrad dagegen ist das genaue Gegenteil. Er ist verschlossen, innerlich oft überfordert, reagiert manchmal hart oder zieht sich zurück, wenn es eigentlich wichtig wäre, da zu bleiben. Er redet nicht viel, zeigt seine Gefühle selten und wirkt dadurch oft wie der emotionale Bad Guy. Aber genau das macht ihn in meinen Augen so viel echter. Denn unter dieser ruhigen, kühlen Oberfläche ist da jemand, der einfach nicht weiß, wie man sich öffnet, ohne sich komplett zu verlieren.

Warum es für mich nie Jeremiah sein konnte

Ich hab versucht, mich auf Jeremiah einzulassen – ehrlich. Ich hab während der Serie Momente gehabt, in denen ich dachte: Okay, vielleicht bin ich doch eher Team Jer. Aber es war nie echt. Es war ein Gedanke, der aus Vernunft kam, nicht aus Gefühl. Denn so sehr ich seine Energie mag – sie berührt mich nicht. Ich hab beim Zuschauen nie gespürt, dass Belly bei ihm sie selbst sein kann, ohne sich in seiner Energie zu verlieren.

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Bei Conrad ist das anders. Auch wenn es chaotisch ist, auch wenn es nicht leicht ist – es ist ehrlich. Seine Unsicherheiten, seine Zurückhaltung, sein emotionaler Rückzug wirken nicht wie Spielchen, sondern wie Selbstschutz. Ich hab das Gefühl verstanden, sich zurückzuziehen, weil man nicht weiß, wie man sonst mit all dem umgehen soll. Conrad liebt nicht einfach – er kämpft damit. Und genau das macht es für mich realistisch.

if you’re a damon girl, you understand

Conrad Fisher & Damon Salvatore – same energy, different universe.

Wenn du beim Schauen von The Summer I Turned Pretty ganz automatisch Team Conrad warst, ohne es wirklich erklären zu können, dann bist du sehr wahrscheinlich auch ein Damon Girl. Und ganz ehrlich: das ist kein Zufall. Denn Conrad Fisher und Damon Salvatore sind sich auf eine Weise ähnlich, die man nur versteht, wenn man schon mal für einen Typen mit Tiefe, Schmerz und Kontrollverlust im Herzen geschwärmt hat.

Beide sind emotional total überfordert – aber nicht, weil sie nichts fühlen, sondern weil sie zu viel fühlen. Damon hat in The Vampire Diaries jahrelang alle Emotionen verdrängt, bis er für Elena weich wird, ohne dass er’s wirklich will. Er kämpft mit sich, mit seinen Gefühlen, mit seinem eigenen Selbstbild. Genau wie Conrad. Auch Conrad tut so, als wäre ihm vieles egal. Als würde er sich abgrenzen, um nichts zu verlieren. Aber in Wahrheit ist genau das sein größter Trigger: dass er ständig Angst hat, das Falsche zu tun, Menschen zu enttäuschen oder nicht genug zu sein.
Beide zeigen ihre Liebe nicht mit Worten. Sondern mit Blicken, mit Handlungen, mit kleinen Momenten. Sie sind die Typen, die im Hintergrund stehen, sich alles merken und innerlich zerreißen – während der andere Typ (aka Stefan oder Jeremiah) den offensichtlichen Nice Guy gibt. Und auch wenn dieser „Nice Guy“ am Anfang easy wirkt, spürt man schnell: da fehlt was. Tiefe. Konflikt. Wahrheit.

Damon und Conrad lieben auf eine Art, die gefährlich ehrlich ist. Nicht perfekt. Nicht durchgeplant. Aber sie meinen es ernst – vielleicht mehr als alle anderen. Sie brauchen Zeit. Raum. Und jemanden, der nicht wegrennt, wenn es mal nicht leicht ist.

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Und genau das ist es, was sie so besonders macht.
Wenn du ein Damon Girl bist, dann weißt du: Du willst nicht einfach eine Liebesgeschichte.
Du willst eine Verbindung, die du nicht kontrollieren kannst – weil sie dich genau da berührt, wo du dachtest, du wärst längst geschützt.
Und genau das ist auch Conrad.

the kind of love I’ll always choose

Am Ende geht’s für mich nicht darum, wer einfacher ist.
Nicht darum, wer gerade besser passt, netter wirkt oder lauter zeigt, was er fühlt.
Ich hab gelernt, dass es in Beziehungen – genau wie in Serien – nicht um Oberflächlichkeit geht, sondern um Verbindung. Und manchmal ist diese Verbindung kompliziert, verwirrend oder leise. Aber sie ist echt.

Conrad war nie der Typ, der alles richtig gemacht hat – aber er war der, bei dem ich das Gefühl hatte, dass es Bedeutung hat, wenn er bleibt. Dass es echt ist, wenn er schaut. Und dass es zählt, wenn er liebt.
Und genau das ist der Unterschied.

Ich will keine Liebe, die sich wie ein Versprechen anhört.
Ich will eine, die sich anfühlt wie Wahrheit.

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warum Conrad ≠ Jeremiah ist

Was für mich am Ende den wirklich größten Unterschied zwischen Jeremiah und Conrad ausmacht, ist nicht nur ihre Art zu lieben – sondern ihre Reife. Jeremiah ist ein Junge, Conrad ist ein Mann.
Und das spürt man in jeder Szene, vor allem in der letzten Staffel. Jeremiah will Aufmerksamkeit, will gesehen werden, will easy Love. Und ich hab nie das Gefühl, dass er wirklich weiß, was er will – außer, dass er nicht verlieren möchte. Aber Conrad… Conrad liebt, auch wenn es weh tut. Auch wenn es nicht leicht ist. Auch wenn er nicht zurückgeliebt wird in dem Moment, wo er’s braucht.

Gerade in der letzten Staffel merkt man, dass Jer vieles tut, weil er Angst hat, nicht genug zu sein. Nicht nur gegenüber Belly sondern auch seinem Dad. Nicht gesehen zu werden. Er braucht ständige Bestätigung – und das geht so weit, dass er sogar Belly in der Vergangenheit betrogen hat. Und ja, das wird schnell wieder weggeschoben, aber für mich war das ein klarer Moment: Wenn du jemanden wirklich liebst, dann spielst du nicht mit dem, was ihr habt – egal, ob du gerade Aufmerksamkeit bekommst oder nicht.
Er wirkt so oft noch wie ein Kind, das mit dem Schmerz seiner Vergangenheit kämpft, ohne zu wissen, wie er ihn verarbeiten soll. Seine Unsicherheit, sein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, die Art, wie er immer wieder alles über Emotionen entscheidet, ohne darüber nachzudenken, was morgen ist oder wie es BELLY dabei geht, das er Entscheidungen ohne Belly trifft – das alles zeigt für mich, wie unverarbeitet seine Daddy Issues wirklich sind. Und das sag ich nicht wertend – sondern ehrlich. Ich hatte vor allem in der letzten Staffel das Gefühl Jer ist zu einer absoluten Prinzessin geworden, er hat sich nochmal so stark ins negative verändert.

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Im Vergleich dazu steht Conrad da wie jemand, der ebenfalls kämpft, aber dabei nicht alles von anderen abhängig macht. Er zieht sich zurück, ja. Er macht Fehler, auch. Aber er liebt leise, tief und aufrichtig. Bei ihm hab ich das Gefühl, dass er dich nicht nur will, wenn du gerade strahlst – sondern auch dann, wenn du zweifelst.

Und ganz ehrlich? Ich konnte nie vergessen, dass Jeremiah Belly erst richtig wollte, als sie sich verändert hat. Als sie plötzlich „schön“ wurde. Und ja – vielleicht ist das die Message der Serie, aber The Summer He Fell in Love war genau der, wo sie auf einmal dem Ideal entsprach. Bei Conrad war es nie das. Er hat sie gesehen, als sie noch nicht wusste, wer sie war. Als sie sich selbst gesucht hat.

Und genau das ist der Punkt:
Jer hat sich in Belly verliebt, als sie plötzlich schön wurde. He chose her when she was pretty.
Aber Conrad hat sie geliebt, während sie überhaupt erst gelernt hat, wer sie ist.